
Vergangenen Samstagabend stürmten über 200 Polizisten den City Club und das dazugehörige Café, während dort zahlreiche Augsburger:innen friedlich tanzten, feierten oder ihren Feierabend bei einer Pizza genießen wollten. Mit einem Kamerateam von ProSieben im Gepäck rückte die Polizei mit einem Leiterwagen an, verschaffte sich Zugang zu Fenstern im Obergeschoss und schlug Türen und Fenster ein. Gäste und Mitarbeiter:innen wurden über Stunden festgehalten und teilweise entwürdigenden, unverhältnismäßigen Nacktkontrollen unterzogen. Der Vorwand des angeblichen Drogenhandels im City Club, stellte sich erwartungsgemäß als absurd heraus.
Wir als Fußballfans kennen dieses Vorgehen schon seit langem. Hausdurchsuchungen werden ohne jede Verhältnismäßigkeit von Richter:innen zugelassen und von der Polizei rücksichtslos und mit Freude an Zerstörung durchgeführt. Das vorgeschobene Ziel dieser Razzien wird nie erreicht, aber der Beifang an Zufallsfunden sowie Laptops, Handys usw. wird gerne für Monate einkassiert und ausgewertet. Das Ganze wird flankiert von einer restriktiven Stadtregierung und Stadtverwaltung, die in der Fankultur in erster Linie ein Sicherheitsrisiko sieht. Was Repression anbelangt, teilen wir das Los des City Club, der als alternativer Ort wohl auch ein Dorn im Auge des Sicherheitsapparats ist. Deswegen wollen wir uns nicht nur solidarisieren, sondern auch für unsere eigene Fankultur auf die Straße gehen.
Gegen den bayerischen Polizeistaat!
Für eine lebendige Fan-, Jugend- und Subkultur in Augsburg!
Ultras FC Augsburg
