Stellungnahme der Fanszenen Deutschlands -
TV-Gelder Gleichmäßiger verteilen!

25.11.20


Im Frühling sahen sich die Fußballvereine der ersten beiden Ligen ob wirtschaftlicher Zwänge in der Not, den Spielbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Die zügige Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den TV-Sendern wurde als einzige Möglichkeit ins Feld geführt, um einen wirtschaftlichen Kollaps des Systems Profifußball in Deutschland zu verhindern.

Um hierfür während noch unklarer Pandemielage für Verständnis zu werben, zeigten sich Vereine und Verbände selbstkritisch. Es gebe Fehlentwicklungen, man könne nicht so weitermachen, es brauche neue Rahmenbedingungen für den Fußball.

Dann rollte der Ball wieder, die Saison ging zu Ende, die nächste Spielzeitbegann. Reformen? Fehlanzeige! Wenigstens ein Grundsatzbeschluss, der den Willen zur Veränderung bekundet? Fehlanzeige!

Stattdessen Schweigen im Walde bei den großen Protagonisten des „Re-Start“.

Nun steht die Entscheidung über die künftige Verteilung der Einnahmen aus der nationalen und internationalen TV-Vermarktung bevor. Hier hören wir nun endlich einige reformwillige Stimmen aus dem Ligaestablishment. Diese Stimmen sind auch verdammt wichtig. Doch noch bleiben die Forderungen hinter den bekannten Erwartungen vieler Fans, wie dem detaillierten Konzept von „Zukunft Profifußball“, zurück. Die Neuverteilung der TV-Gelder ist gleichzeitig ein Test, ob die Worte im Frühjahr die erwartete Nebelkerzeoder doch ehrlich gemeint waren. Eine deutlich gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder kann nicht alle Fehlentwicklungen der letzten 30 Jahre rückgängig machen, aber sie ist ein erster Schritt in Richtung substanzieller Veränderungen. Weitere Reformen zur Förderung eines ausgeglicheneren Wettbewerbs, aber auch eines nachhaltigen Wirtschaftens müssen folgen.

Der Ball befindet sich nach wie vor bei den Funktionären der Vereine und Verbände. Wenn der Fußball als gesamtgesellschaftliches Ereignis eine Perspektive haben soll, tun diese gut daran, die Vorschläge aus den Kurven endlich ernst zu nehmen und als Auftrag zu begreifen.

Fanszenen Deutschlands

Mitteilung

22.9.20

Servus FCA-Fans,
in aller Kürze informieren wir Euch über unseren Umgang mit der aktuellen Situation.

Die Ultraszene wird unter den gegebenen Umständen nicht im Stadion präsent sein, auch der Fancorner bleibt geschlossen.

Legio Augusta

Übergabe Unterstützerliste „Unser Fußball“

28.8.20

Am Donnerstag, den 27.08. übergaben VertreterInnen der Ulrich-Biesinger-Tribüne dem FC Augsburg die Unterstützerliste. 44 FCA-Fanclubs und Gruppen stehen hinter den Forderungen von „Unser Fußball“, wodurch deutlich unter Beweis gestellt wurde, dass sich ein Großteil der Fans des FC Augsburg einen neuen Fußball wünscht. Wohlwollend haben wir zur Kenntnis genommen, dass auch die Geschäftsführung des FCA der Initiative ihre Unterstützung zugesichert hat und das System Profifußball in der aktuellen Verfassung selbst als krank bezeichnet. Mit der Übergabe wurde nun seitens der Fans und Mitglieder eine deutliche Aufforderung an die Geschäftsführung gesendet.

Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V.