Legio Augusta Hilft Rückblick 2025

18.3.26

Servus FCA-Fans,

im Rahmen des Heimspiels unseres FC Augsburg gegen den FC St. Pauli fand das Spendenjahr 2025 von Legio Augusta Hilft mit der Scheckübergabe an unser diesjähriges Spendenziel „SternenEltern Schwaben e.V.“ sein erfolgreiches Ende. Stolze 18.700€ konnten schlussendlich überreicht und somit die bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr 2024 erneut übertroffen werden.

Der Verein „SternenEltern Schwaben“ widmet sich dabei der umfangreichen Unterstützung von Eltern, die ihr Kind während der Schwangerschaft oder rund um die Geburt verlieren oder verloren haben. Das Angebot besteht u.a. aus mehreren Erinnerungswäldern, Himmelbettchen, mobiler Kühlhilfe sowie Öffentlichkeits- und Sensibilisierungsarbeit. Mit unserer Spende soll insbesondere das bestehende Angebot aufrechterhalten werden, da für die Arbeit der Initiative keinerlei staatliche Unterstützung existiert und der Verein somit komplett auf Spenden angewiesen ist. Weitere Infos findet Ihr unter https://www.sterneneltern-schwaben.de.

Den Startschuss für das Spendenjahr 2025 gab die erste Becherpfandsammlung beim Heimspiel gegen Holstein Kiel während der Rückrunde der abgelaufenen Saison 2024/25, wobei es nicht bei einer einmaligen Aktion bleiben sollte und wir im Laufe der Hinrunde der aktuellen Saison 2025/26 zwei weitere Sammelaktionen zu den Heimspielen gegen Bayern München sowie gegen den HSV organisierten. Abseits des Becherpfands konnten wir insbesondere durch Essens- und Getränkeverkäufe bei szeneeigenen Fußballturnieren wie unserem Max und Dani Gedenkturnier oder der Copa Augusta, aber auch bei neuen Veranstaltungen wie dem 1. Ulrich-Biesinger-Tribüne-Fest im Anschluss an unser Heimspiel gegen Mainz, reichlich Spenden generieren. Den Abschluss des Spendenjahres markierte traditionsgemäß der FCA-Weihnachtsmarkt auf dem Stadionvorplatz zum Nikolaus-Heimspiel gegen Leverkusen, in dessen Rahmen mit zwei Glühweinständen und einer Tombola ebenfalls eine ordentliche Summe zusammenkam.

Es freut uns außerordentlich, als Ultrasgruppe mit unserer Spendenaktion einen kleinen Teil zur sozialen Verantwortung beizutragen und den Zusammenhalt in der Region spürbar machen zu können.

Wir bedanken uns bei allen beteiligten FCA-Fans und Spendern für die tatkräftige Mithilfe, welche die Unterstützung sozialer Projekte aus der Region jährlich möglich macht. Darüber hinaus gilt unser Dank „SternenEltern Schwaben e.V.“ für den unschätzbaren Beistand betroffener Familien in Schwaben.

Auf Augsburg - Auf Schwaben!

Legio Augusta im März 2026

Transparenzoffensive zur Überarbeitung der SV-Richtlinien

2.3.26

Vor rund zwei Wochen meldeten wir, die Fanszenen Deutschlands, uns bereits mit einer Stellungnahme bezüglich der in Hinterzimmern des DFB erarbeiteten neuen Stadionverbots-Richtlinie. Seitdem herrscht vor allem eins: Stille.

Zwar hat die DFL erstaunlich schnell – bereits am Freitag der Veröffentlichung unserer Stellungnahme – mit einem internen Schreiben an die Vereine reagiert. Die große Chance, nun endlich mit offenen Karten zu spielen, wurde jedoch abermals vertan.

Nun ist es für uns nichts Neues, dass wir Fans in Entscheidungen oder Prozesse der DFL nicht eingebunden werden. Dass allerdings selbst Vereine – teilweise gänzlich – außen vor gelassen werden, ist durchaus verwunderlich.

Das besagte Schreiben der DFL verbreitet dabei auch ganz bewusst Lügen. So ist beispielsweise die Rede davon, die Vereine „umfassend über mögliche Änderungen“ informiert zu haben. Tatsächlich sind allerdings kritische Vereinsvertreter mit irreführenden Falschaussagen aufs Glatteis geführt und kaltgestellt worden. Auch eine erwähnte Videokonferenz fand lediglich im Monologform statt, ohne die Chance auf Rückfragen.

Im Gegensatz zur DFL haben wir die vergangenen Tage genutzt und sind mit unseren Vereinen ins Gespräch gegangen. Die Erkenntnis daraus: Bis heute wissen die Vereine über die geplanten Veränderungen in der SV-Richtlinie nicht oder bestenfalls nur rudimentär Bescheid! Da passt es ins Bild, dass auch im Rahmen der Regionalkonferenzen in der Woche vom 16. bis 20. Februar 2026 in Frankfurt Informationen zur Überarbeitung der Stadionverbots-Richtlinien Fehlanzeige blieben.

Nun ist es natürlich schwierig, über Sachen zu urteilen, deren Inhalt man nicht kennt. Die DFL spricht gerne von „Transparenz“ – doch versagt dann gleich im ersten Schritt, diese zu schaffen.

Als transparenzliebende Fans sehen wir uns somit in der Pflicht, nun unsererseits mit einer Transparenzoffensive Licht ins Dunkel zu bringen. Denn wir wissen ganz genau Bescheid, welche Maßnahmen geplant sind.

Fans & Vereine: Gemeinsam gegen die neuen SV-Richtlinien!

13.2.26

Hallo Fußballfans,

die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass die Verbände derzeit heimlich, still und leise eine deutliche Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien anstreben. In einem wiederholt intransparenten Prozess arbeiten Juristen der Verbände und deren Sicherheitsfunktionäre unter punktueller Einbeziehung einzelner Vereine offenbar daran, umfassende Änderungen an den derzeit gültigen Richtlinien umzusetzen.

Es ist zu befürchten, dass dort all jene Themen zur Debatte stehen, die schon im Rahmen der Innenministerkonferenz an die Öffentlichkeit gedrungen sind: Eine zentrale Stadionverbotskommission mit Weisungsrecht gegenüber den Vereinen und andere weitreichende Verschärfungen gegenüber dem Status Quo.

So waren etwa zwei Kernforderungen aus der IMK, „Soll-Bestimmungen“ in „Ist-Bestimmungen“ umzuwandeln und Stadionverbote für eine Mindestdauer festzusetzen, was vielerorts auf große Kritik gestoßen ist. Aufgrund des Schweigens der Verbände ist nicht auszuschließen, dass diese Damoklesschwerter weiterhin über deutschen Fans schweben. Das gerne als Präventionsmaßnahme verkaufte Konzept „Stadionverbot“ droht somit endgültig zum repressiven Mittel einer Parallelgerichtsbarkeit zu werden.

An dieser Stelle sehen wir unsere Vereine in der Pflicht, unsachgemäßen und praxisfernen Vorstößen entschieden entgegenzutreten. Dazu gehört, eine ergebnisoffene Diskussion einzufordern, die nicht abseits der Öffentlichkeit stattfindet und Fanperspektiven einbezieht. Zum Jahresende 2025 haben wir jedenfalls gezeigt, was wir gemeinsam auch in solch aufgeladenen Themen erreichen können.

Die Verbände fordern wir dazu auf, ihre Entscheidungen nicht im Hinterzimmer zu treffen, sondern offen und transparent die Diskussion zu führen.

Die Fanszenen Deutschlands im Februar 2026

Demoaufruf: Finger weg von Jugend- und Subkulturen!

5.2.26


Vergangenen Samstagabend stürmten über 200 Polizisten den City Club und das dazugehörige Café, während dort zahlreiche Augsburger:innen friedlich tanzten, feierten oder ihren Feierabend bei einer Pizza genießen wollten. Mit einem Kamerateam von ProSieben im Gepäck rückte die Polizei mit einem Leiterwagen an, verschaffte sich Zugang zu Fenstern im Obergeschoss und schlug Türen und Fenster ein. Gäste und Mitarbeiter:innen wurden über Stunden festgehalten und teilweise entwürdigenden, unverhältnismäßigen Nacktkontrollen unterzogen. Der Vorwand des angeblichen Drogenhandels im City Club, stellte sich erwartungsgemäß als absurd heraus.

Wir als Fußballfans kennen dieses Vorgehen schon seit langem. Hausdurchsuchungen werden ohne jede Verhältnismäßigkeit von Richter:innen zugelassen und von der Polizei rücksichtslos und mit Freude an Zerstörung durchgeführt. Das vorgeschobene Ziel dieser Razzien wird nie erreicht, aber der Beifang an Zufallsfunden sowie Laptops, Handys usw. wird gerne für Monate einkassiert und ausgewertet. Das Ganze wird flankiert von einer restriktiven Stadtregierung und Stadtverwaltung, die in der Fankultur in erster Linie ein Sicherheitsrisiko sieht. Was Repression anbelangt, teilen wir das Los des City Club, der als alternativer Ort wohl auch ein Dorn im Auge des Sicherheitsapparats ist. Deswegen wollen wir uns nicht nur solidarisieren, sondern auch für unsere eigene Fankultur auf die Straße gehen.

Gegen den bayerischen Polizeistaat!
Für eine lebendige Fan-, Jugend- und Subkultur in Augsburg!

Ultras FC Augsburg